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Better Call Daredevil: Die besten neuen Serien von 2015

1. Daredevil 

Daredevil

„Endlich etwas Gutes vom Marvel-Universum“ waren meine ersten Gedanken zu Netflix´ neuer Serie „Daredevil“. Es ist die erste Produktion von dem filmischen Universum des Comicriesens, die ich wirklich mag, da sie düster und ernst ist und einen großartigen Bösewicht hat. In anderen Marvel-Produktionen wie “The Avengers”, “Iron Man” oder sogar “Guardians of the Galaxy” ist normalerweise nur das Ziel, zu unterhalten und den Filmen keinen tieferen Sinn zu geben. Ich schätze das ist deswegen so, da sich auf diese Weise die meisten Karten verkaufen lassen, da viele Zuschauer es mögen, nicht nachdenken zu müssen, sondern sich einfach bestrahlen zu lassen. Aber nicht ich oder jeder andere wirkliche Kinofan, den ich kenne. Diese Filme können manchmal lustig sein, aber über kurz oder lang will man etwas Anderes von dem Superheldenuniversum. Und hier kommt „Daredevil“ ins Spiel: Die Serie handelt von dem blinden Anwalt Matt Murdoch, der Verbrechen in dem Stadtteil „Hell’s Kitchen“ in New York bekämpfen will. Die Show erinnert mich an die Batman-Filme von Christopher Nolan wie „The Dark Knight“. Die Atmosphäre der Stadt ist sehr düster und der Held ist eine tiefgründige Figur. Wie Batman so hat auch Daredevil keine übernatürlichen Kräfte, nur seine Sinne sich übermenschlich ausgebildet. Deswegen ist er eine so interessante Figur, da man sich mit ihm identifizieren kann. Definitiv die beste (auf einem Comics basierende) Serie des letzten Jahres.

2. Better Call Saul

Better_Call_Saul

Saul Goodman war immer gut für einen Lacher in der bahnbrechenden Serie „Breaking Bad“. In dem Spin-Off „Better Call Saul“ bekommen wir dagegen eine andere Seite des später erfolgreichen Anwalts zu sehen. Es erzählt die Geschichte wie ein verzweifelter Mann „is breaking bad“. Viele Zuschauer haben der Show vorgeworfen, nur ein Abklatsch von „Breaking Bad“ zu sein, aber das ist sie nicht. Denn das Spin-Off zerstört nicht das Original, sondern erzählt die Story aus einer völlig anderen Perspektive und Schauspieler Bob Odenkirk gibt seinem Charakter eine neue Tiefe. Seine Lebensgeschichte könnte man sogar tragischer nennen als die von Walter White. Denn wenigstens hatte Walter eine Familie, die ihn unterstützt hat (bis zu einem gewissen Punkt). Jimmy auf der anderen Seite hat niemanden außer sich selbst, sein kleines „Büro“ und seinen Humor. Für mich die beste Dramaserie von 2015.

3. Mr. Robot

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Eine Serie über einen Hacker, der Kapitalismus bekämpfen will und Marvel-Filme hasst? Bei „Mr. Robot“ konnte ich nicht widerstehen, mir die ganze erste Staffel im Marathon anzuschauen. Die Show kombiniert viele soziale und psychoanalytische Themen von „Fight Club“ mit modernen Problemen unserer technischen Gegenwart. Ein Meisterwerk (und nicht nur für Nerds)! Denn der Erschaffer der Serie, Sam Esmail, hat es vollbracht, die Occupy-Bewegung gegen die Wall Street (im Geiste) wiederzubeleben, indem er einen Cyber-Thriller geschaffen hat, der nihilistischen Pessimismus über Technologie mit Einkommensungleichheiten und Kapitalismus vereint. Wie der Protagonist Elliot bereits realisiert hat: “What I’m about to tell you is top secret. A conspiracy bigger than all of us. There is a powerful group of people out there that are secretly running the world. I’m talking about the guys no one knows about, the guys that are invisible. The top one percent of the top one percent, the guys that play god without permission.”

4. Jessica Jones

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„Jessica Jones“ ist die zweite Serie in dieser Liste, die auf einem Comic basiert und wie „Daredevil“ verdient sie es, hier zu sein. Denn die Show setzt Netflix´Ambitionen fort, eine düstere und ernstere Seite von Superhelden zu zeigen. Also wer ist Jessica Jones? Die Figur wurde von Brian Michael Bendis und Michael Gaydos geschaffen und erschien das erste Mal in dem Comic „Alias #1“. Ab dem Jahr 2010 wurde sie auch ein Mitglied der „New Avengers“.
Nun, die Serie ist nicht 100%-ig perfekt. Zum Beispiel sind der Rhythmus der Show und manche Twists manchmal nicht schlüssig. Aber es ist erfrischend eine Serie zu sehen, in der die Hauptfigur eine starke Frau ist, denn seien wir mal ehrlich: In den erfolgreichsten Dramaserien wie „Mad Men“ oder „Breaking Bad“ werden Frauen hauptsächlich als passive, ein-dimensionale Charaktere und die Männer als die aktiven Helden gezeigt, die die Handlung voran bringen. Aber in „Jessica Jones“ herrschen die Frauen über die Stadt und müssen sie retten. In der ersten Staffel müssen sie sie vor „Killgrave“ retten, den übelsten Bösewicht im Marvel-Universum bis jetzt. Killgrave ist von Jessica besessen, aber nicht wegen ihres Aussehens (wie es in den meisten Hollywood-Produktionen der einzige Wert von Frauen ist), sondern weil sie ein mächtiger und intelligenter Mensch ist. Wir brauchen mehr Serien wie diese!

5. Narcos 

Narcos

Leute, die süchtig nach Serien sind (im wahrsten Sinne des Wortes), werden diese Show lieben. „Narcos“ erzählt die Geschichte von dem kolumbianischen Drogenboss Pablo Escobar und den Personen, die ihn fassen wollen. Die Serie zeigt den Mythos dieses berühmten, historischen Charakters, der von den Armen seines Landes geliebt und gleichzeitig für seine Verbrechen gehasst wurde. Die ersten Episoden zeigen sein Leben ab den späten 197oern, als er gerade anfing, Kokain herzustellen. Später in der ersten Staffel werden Chroniken seiner zahlreichen Fluchten aufgezeigt und andere große Ereignisse in Kolumbien, bei denen er seine Finger im Spiel hatte. Mit Wagner Moura haben die Macher der Show auch den perfekten Schauspieler gefunden, um Escobar zu spielen (egal, was manche Leute sagen, die ihn für seinen brasilianischen Akzent kritisieren). Er fährt den Mythos fort – wenigstens bis zur nächsten Staffel.

6. Show Me A Hero

Show Me A Hero

„Show Me A Hero“ ist die einzige Mini-Serie in dieser Liste, aber sie verdient es als eine der besten Shows von 2015 angesehen zu werden, denn sie spricht ein wichtiges und (leider) immer noch aktuelles Thema an: Rassismus in den USA. Die Story handelt von Bürgermeister Nick Wasicsko, der sich mit dem ernsten Vorhaben auseinandersetzen muss, Sozialwohnungen in dem weißen Mittelklassestadtteil in der Stadt Yonkers zu bauen. Wie es der Produzent der Show, David Simon, im Interview mit Indiewire am besten gesagt hat: „There’s nothing wrong with violence or sex or dragons, but every now and then it’d be nice if we actually argue about what ails us.“ Und keine Geschichte ist besser als die, die auf wahren Begebenheiten beruht.

7. Ash vs Evil Dead

Ash vs Evil Dead

„Shoot first, think never.“ – Das ist Ash vs Evil Dead. Ich weiß nicht, was ich sonst noch zu der Serie sagen soll, außer dass sie großartig ist und ihr sie anschauen müsst! Ich empfehle nur, nicht den Trailer vorher anzusehen, denn dort werden schon die besten Witze der ganzen Staffel vorweggenommen. Ansonsten: Viel Spaß bei dem Trip!

8. Into The Badlands

Into The Badlands

Nach der ersten Episode von „Into The Badlands“ war ich noch nicht von der Serie überzeugt. Aber später wird die Story der Show genauso gut wie ihre Kampfszenen. Sie handelt von dem mächtigen Kämpfer Sunny und einem talentierten Jungen, die nach einem besseren Leben außerhalb des skrupellosen Territoriums suchen, das von feindlichen Freiherren kontrolliert wird (also technisch gesehen sollte die Serie vielleicht besser „Out Of The Badlands“ heißen). Eine dieser Freiherren(/damen) ist „The Widow“, die die Anführerin weiblicher Kämpferinnen ist. Also zum Glück ist „Into The Badlands“ nicht eine von diesen Serien, die nur ein Männerclub sind und sich nur auf starke, männliche Charaktere konzentrieren. Die Serie hat das perfekte Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Parteien gefunden. Ich hoffe, in der nächsten Staffel wird das so weitergehen.

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4 Kommentare zu Better Call Daredevil: Die besten neuen Serien von 2015

  1. Ich liebe Better call saul. In meinem Bekanntenkreis wurde der Spruch umgedichtet auf andere Rechtsanwälte. Ich finde Saul Godman klasse. Wirklich. Ich verstehe nicht, warum er es in der Serie nicht schafft. Der einzige Grund könnte sein, daß es Anwälte gibt wie Sand am Meer. Also ein überlaufener Berufsstand. Dann hätte man Saul doch besser raten sollen Altenpfleger zu werden. Kann man auch nicht raten. Altenpfleger kommen immer öfter aus Polen und Rumänien…. Mehr wunderliches auf meinem Blog http://www.ralfhauser.wordpress.com

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  2. Danke für dein Feedback! Ich schätze, er schafft es nicht, da er im Kern einfach zu nett ist und die anderen Anwälte in der Serie sind skrupelloser. Oder vielleicht deswegen, weil wir sonst keine Serie zum Anschauen hätten 😉

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  3. Mit Daredevil habe ich vor Kurzem angefangen und mir hat sofort die erste Folge richtig gut gefallen, was bei Serien echt ungewöhnlich ist. Normalerweise werde ich meist erst ab der Hälfte so richtig zum Fan. Aber hier gings gleich spannend los, dazu sind die Effekte wirklich toll gemacht und Daredevil ist definitiv ein Held, mit dem man sich identifizieren kann. Somit bin ich gespannt, was da noch alles kommt.

    Mr. Robot habe ich auf Amazon Prime schon auf meiner Watchliste, bin aber leider noch gar nicht dazu gekommen, damit anzufangen. Habe die Serie nun mal für das Sommerloch eingeplant und möchte sie da anfangen. Bisher habe ich nur gutes gehört, dazu hat mir auch ein Kommilitone sehr davon vorgeschwärmt und gemeint, dass ich sie uuuunbedingt anschauen muss. Dass macht neugierig. Finde aber auch die Thematik an sich schon richtig interessant, weil es ja doch ein sehr aktuelles Thema ist.

    Into the Badlands ist auch schon auf meiner Amazon Prime Watchliste, jedoch muss ich hier mal schauen, ob es mir wirklich zusagt. Hatte die Serie erstmal gar nicht so auf dem Schirm, aber als ich dann den Trailer gesehen hatte, war ich definitiv interessiert. Der sieht ja schon richtig gut aus. Freut mich, dass man hier nicht nur starke Männerfiguren, sondern auch starke Frauen hat. Auf Jessica Jones bin ich auch schon sehr gespannt.

    Meine Favoriten im letzten Jahr, die neu angelaufen sind, waren zudem noch Outlander, weil ich definitiv auf Historienserien stehe und hier einfach die Mischung passt. Der Zeitreiseaspekt ist da auch sehr interessant. Dann mochte ich noch How to get away with Murder, was definitiv der tollen Leistung von Viola Davis geschuldet ist, die einfach richtig gut in der Rolle der Annelise Keating ist.

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    • Da kann ich dir nur zustimmen. Da Daredevil keine Superkräfte hat, kann man sich besser mit ihm identifizieren und die Effekte, vorallem die Kampfszenen, finde ich auch richtig cool!
      Bei Into the Badlands wurde ich auch erst nach einigen Episoden warm. Zwar ist die Serie nicht so gut wie beispielsweise Mr. Robot oder Daredevil, aber trotzdem unterhaltsam.

      Outlander kenne ich noch gar nicht, da muss ich auch mal reinschauen!
      Ansonsten wünsche ich dir schonmal viel Spaß beim Gucken 🙂

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