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CD-Review von Mary Goes Wilds „BYOB“ – From Quentin Tarantino To The Shore

Mit ihrem ersten Album „BYOB“ hat die deutsche Band Mary Goes Wild einen neuen Stil gefunden: weniger Noise, mehr Melodie. Die CD klingt wie der Soundtrack zu einem Film – oder ein Trip nach London. 

Mary Goes Wild

Nach den beiden EPs “Next time, analog” und “A la mierda!” (2013) hat die deutsche Band Mary Goes Wild ihr erstes Album, das auf den unkomplizierten Namen „BYOB“ hört, aufgenommen. Über die letzten Jahre hat die Formation ein drittes Mitglied gewonnen und mit ihm, so scheint es, einen neuen Sound. Während in ihren ersten Jahren der Stil mehr in Richtung Punk und Noise Rock ging, ist die neue Platte sehr viel melodischer und (wage ich es zu sagen) mehr Pop. Aber erstmal zurück zum Anfang.

Das Album beginnt mit dem Track mit dem passendem Namen „Qentin Tarantino“. Passend deswegen, weil der Song so klingt, als könnte er der Einstiegssequenzsong eines Quentin Tarantino-Films wie „Pulp Fiction“ gewesen sein – der perfekte Anfang, um eine verrückte Fahrt zu beginnen. Und das macht der Song auch auf dem Album. Es ist ein kurzer Track, der zu längeren und ernsteren Songs wie „In My Dreams“ oder „Kill Me“ überleitet. Beim letzteren ist mir das erste Mal der neue Sound der Band aufgefallen, vor allem im Gesang. Dieser ist jetzt weniger gröhlend, sonder mehr, naja, Gesang, wenn man ihn mit Songs von den ersten beiden EPs wie „Do Anything“ oder „I Won’t Be Liked“ vergleicht. Jetzt erinnert er mich mehr und mehr an die Stimme des Sängers von The Victorian English Gentlemens Club – melodisch, aber immer noch ein bisschen verrückt.

Hat da jemand English gesagt? Denn der Rest der Platte könnte auch der Soundtrack zu einem britischen Independent-Film wie „Submarine“ gewesen sein. Songs wie „Wasted“ lassen einen an Bands wie The Libertines erinnern oder generell an das Goldene Zeitalter englischer Indie-Musik um das Jahr 2002. Obwohl die Gruppe in ihrem nächsten Lied über „All Over LA“ singt, bringt dich das Zuhören geistig zu einem Trip nach England, wo ein bisschen Country und Bright Eyes auf dich warten.

Aber das Album bringt einen generell vor und zurück. Tracks wie „Redheaded Chain“ oder „To The Shore“ haben etwas Vertrautes, etwas Altes, aber zur gleichen Zeit etwas Neues und Einzigartiges. Die Platte hält die perfekte Balance zwischen langsamen und schnellen Songs und Mary Goes Wild beweist, dass Lieder nicht endlos lang sein müssen, um zu funktionieren.
Die Band muss nur aufpassen, dass sie mit einfachen Lyrics wie „Mama told me to get a job“ oder Phrasen wie „lalala“ und „whohoo“ in Songs wie „Deadly Spell“ oder „What Do You Say“ nicht mit einer billigen Punk-Band verwechselt werden, denn das sind sie nicht. Über die letzten zwei Jahre haben sie sich schon enorm weiterentwickelt und man kann sich nur ausmalen, welche neuen Sounds sie in den nächsten Jahren entdecken werden.

Die Tracklist von “BYOB”: COVER_Mary_Goes_Wild_BYOB
01. Qentin Tarantino
02. In My Dreams
03. Kill Me
04. Deadly Spell
05. Wasted
06. All Over LA
07. Superlame
08. Cool Down
09. Redheaded Chain
10. To The Shore
11. Cunt
12. No Job
13. What Do You Say

Das Album ist hier erhältlich:
http://marygoeswild.bandcamp.com
https://open.spotify.com/album/1pq3q7gKdwf9O2WkA8JUsO
http://www.amazon.de/B-Y-O-B-Explicit-Mary-Goes-Wild/dp/B016DIBJT8/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1445161635&sr=8-2&keywords=mary+goes+wild

Für mehr Informationen besucht:
https://www.facebook.com/MaryGoesWild

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