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Umfrage: Video- und Computerspiele verlieren in Deutschland endlich ihr „Teufels“-Image

Dass Videospiele Gewalt fördern oder angeblich dumm machen, sind hartnäckige Klischees, die in Deutschland bei den älteren Generationen immer noch Bestand haben. Nach einer aktuellen Umfrage scheint sich das Blatt aber langsam zu wenden und wenigstens scheint die Gamer-Welt für die Deutschen kein „Neuland“ mehr zu sein.

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Der Brachenverband Bitkom hat über 1.200 Personen in Deutschland zum Thema Games befragt und das Ergebnis kann positiv gewertet werden. So wussten über die Hälfte der Befragten darüber Bescheid, dass Video-und Computerspiele die Geschicklichkeit und das Denkvermögen verbessern können. Generell standen die Umfragenteilnehmer Gaming freundlich gegenüber. Stereotypen, wie dass Games „Killerspiele“ oder deren Spieler „Teufelsanhänger“ sind, scheinen langsam zu verschwinden.

„Endlich!“ kann man da nur sagen, denn da es bereits über 30 Millionen Gamer in Deutschland gibt, gehören digitale Spiele zu unserer Medienwelt bereits zum Alltag, wie auch Musik, Filme oder Bücher. Bei den Umfrageergebnissen ließen sich allerdings Unterschiede hinsichtlich der verschiedenen Altersklassen feststellen. Noch 39 Prozent der über 65-Jährigen bezeichneten Games als Gefährdung für die Gesellschaft, während die 30 bis 49-Jährigen und 14 bis 29-Jährigen ein gutes Bild von dem Hobby haben.

Das Phänomen, dass die ältere Bevölkerung Games noch als Gefährdung ansieht, ist sicher auf den demographischen Wandel in Deutschland zurückzuführen, aber trotzdem macht diese Ignoranz einen eingefleischten Gamer wütend. So erinnere ich mich, dass meine älteren Geschwister (momentan 29 und 32 Jahre alt) Videospielen die Schuld für die Gewalttätigkeit mancher Menschen gaben (Stichwort Columbine-Amoklauf).

Vielleicht sollten nicht nur Eltern ihren Kindern Computerspiele schenken, sondern auch umgekehrt. So geht das „voneinander Lernen“ nicht nur in eine Richtung. Ich möchte auf eine Studie der Uni Würzburg aus dem Jahr 2011 hinweisen, aus der hervorging, dass bestimmte Konsolen- und PC-Spiele die Intelligenz von Kindern fördern können. Im Durchschnitt konnte der IQ der teilnehmenden Kinder um elf Punkte gesteigert werden. Fazit: Man lernt nie aus.

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